Wetterstation Weidenhausen
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Wetterstation Sassenhausen
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Wetterstation Pastorenwiese
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Bis zu 14 neue Wetterstationen für Bad Berleburg

Dichtes Messnetz für mehr Sicherheit, Klimaanpassung und Transparenz

„Eine Wetterstation aufzustellen, ist so wie einen weißen Fleck auf der Landkarte zu füllen. Man fühlt sich ein Stück wie Christoph Kolumbus.“ Mit diesem Bild beschreibt Julian Pape, Betreiber der Wetterportale für Sauerland und Wittgenstein, die Motivation hinter dem Ausbau des Wettermessnetzes in der Region. Nun soll gemeinsam mit der Stadt Bad Berleburg ein weiterer großer Schritt folgen.
Im Rahmen des Smart-Cities-Förderprojektes „5 für Südwestfalen“ wird das bestehende Wetterstationsnetz im Stadtgebiet Bad Berleburg deutlich erweitert und systematisch verdichtet. Ziel ist es, präzise und kleinräumige Wetter- und Klimadaten zu erfassen und diese für Katastrophenschutz, Stadtentwicklung, Landwirtschaft und die Öffentlichkeit nutzbar zu machen.

Aufgebaut im Jahr 2014 ist die Wetterstation an der Skihütte Pastorenwiese die älteste im Stadtgebiet. Sie liegt genau auf der Grenze zu Hallenberg.

Die Wetterstation in Diedenshausen wurde im Sommer 2022 durch den Ort ins Leben gerufen und an der Kindertagesstätte im Ort installiert und eingeweiht.

Was im Jahr 2013 mit der ersten automatischen Wetterstation begann, ist inzwischen zu einem regionalen Netzwerk von 97 Stationen herangewachsen. Diese erstrecken sich vom nördlichen Westerwald bis an den Möhnesee und vom Diemelsee bis nach Menden. „Als in den Anfangsjahren vor allem der Tourismus Interesse zeigte, sind es heute zunehmend Dorfgemeinschaften, Vereine, Privatpersonen und immer mehr Kommunen, die auf kleinräumige Wetterdaten setzen“, so Pape.

Auch in Bad Berleburg besteht bereits ein solides Fundament: Durch private Initiativen, Vereine und Betriebe ist das Messnetz aktuell mit rund einem Dutzend Stationen vertreten. In enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung wurde nun festgestellt, dass für ein wirklich aussagekräftiges, flächendeckendes Netz bis zu 14 weitere Wetterstationen erforderlich sind. Diese sollen gezielt an geeigneten Standorten installiert und technisch miteinander verknüpft werden.

Ein zentraler Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Katastrophenschutz. Die flussreiche Topografie des Stadtgebiets birgt Hochwassergefahr. Mit Blick auf zunehmende Extremwetterlagen gewinnt dieses Thema weiter an Bedeutung. Ein dichtes Wettermessnetz ermöglicht es, Starkregenereignisse nahezu in Echtzeit zu beobachten. Perspektivisch sollen die Wetterdaten auf einer digitalen Plattform mit weiteren Sensordaten, etwa von Flusspegeln, zusammengeführt werden. So können die Freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienste und der Katastrophenschutz frühzeitig reagieren und gezielt Maßnahmen einleiten.


Darüber hinaus profitieren Land- und Forstwirtschaft von den kleinräumigen Messungen. Gerade die Dürreperioden der vergangenen Sommer haben gezeigt, wie wichtig präzise Informationen zu Niederschlag und Temperatur sind. Gleichzeitig liefern die Daten eine wertvolle Grundlage für die kommunale Infrastrukturplanung, etwa beim Bau und der Dimensionierung von Entwässerungssystemen, Straßen oder Brücken.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die offene Bereitstellung der Daten. Die erhobenen Wetterinformationen werden nicht nur für Verwaltung und Einsatzkräfte genutzt, sondern auch öffentlich zugänglich gemacht – über Internetportale, soziale Medien sowie regionale Medienpartner. Damit wird Transparenz geschaffen und das Bewusstsein für Wetter, Klima und Klimaanpassung gestärkt.


Auch die Umweltbildung spielt eine zentrale Rolle. Insbesondere Schulen können die gemessenen Daten direkt vor ihrer Haustür für Projekt- und Forschungsarbeiten nutzen. So werden abstrakte Klimadaten greifbar und für junge Menschen unmittelbar erlebbar.


Die ersten neuen Wetterstationen sollen bereits im Frühjahr installiert werden. Der vollständige Ausbau des Netzes ist bis Herbst 2026 vorgesehen. Mit dem Projekt entsteht ein modernes, digitales Messnetz, das bestehende Strukturen ergänzt, kommunale Sicherheit erhöht und Bad Berleburg auf dem Weg zur resilienten Smart City unterstützt.

Wetterstation Pastorenwiese | Wetterportal Sauerland

Das aktuelle Messnetz in Bad Berleburg besteht aus 12 Stationen

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